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  Weshalb Distanzmess-geräte im Golf Sinn machen  
Am 01.01.2008 ist die angepasste Regel 14-3 in Kraft getreten, welche Golfclubs erlaubt, per Platzregel die Benutzung von Entfernungs-messgeräten zuzulassen.
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Weshalb Distanzmessgeräte im Golf Sinn machen
Am 01.01.008 ist die angepasste Regel 14-3 in Kraft getreten, welche Golfclubs erlaubt, per Platzregel die Benutzung von Entfernungsmess-geräten zuzulassen.

 
 

Was sind Entfernungsmesser?
Entfernungsmesser im Sinne von Regel 14-3 sind künstliche Hilfsmittel, welche zum Abschätzen oder Messen von Entfernungen verwendet werden können, insbesondere

  • Laserferngläser
  • GPS-Empfänger
  • Messbänder (zur Ermittlung des Nearest-to-the-Pin).

Aktuelle Regellage
Bisher stellte der Gebrauch von Distanzmessgeräten im Turnier einen Regelverstoß dar, welcher zur Disqualifikation des Spielers führen musste (auch beim Messen des Nearest-to-the-Pin). Seit dem 01.01.2008 dürfen Clubs nun die Verwendung solcher Messgeräte erlauben.

Wer darf die neue Platzregel erlassen?
Folgende Instanzen dürfen die Verwendung von Distanzmessgeräten erlauben:

  • die Spielleitung des Clubs durch Platzregel
  • der Turnierveranstalter in den Wettspielbedingungen (Turnierausschreibung)

Ausblick auf die zukünftige Regellage
In den USA und Australien gehört GPS schon seit Jahren zum Golfspiel. Die Anpassung der Regeln entspricht damit nicht bloß einer Anpassung an den Fortschritt, sondern vor allem auch einer Anpassung an die Realität. Am 01.01.2008 wurde die Neuerung nun endlich in die Regeln aufgenommen.

Spielfluss: schneller oder langsamer?
Die meisten Gegner von GPS begründen ihre ablehnende Haltung damit, dass diese Geräte den ohnehin zähen Spielfluss weiter verlangsamen würden. In Wirklichkeit ist es jedoch so, dass GPS-Geräte den Spielfluss beschleunigen, denn sie ersparen dem Spieler

  • endloses Blättern in Yardage-Büchern
  • umständliches Abschreiten der Distanz vom Ball zum nächsten Distanzmarker sowie
  • langwieriges Abschätzen und Errechnen von Distanzen.

Moderne GPS-Geräte zeigen die Distanz permanent auf dem Bildschirm an – ohne jegliches Zutun des Spielers, d. h. es ist kein Knopfdruck, kein Anpeilen des Ziels oder Ähnliches erforderlich. Wer schon einmal gesehen hat, wie Profis bzw. deren Caddies die gesamte Distanz vom Ball bis zum Grünrand abschreiten, der versteht, weshalb viele Pro-Touren, unter anderem die PGA-Tour, die Einführung von GPS-Geräten bereits zugelassen haben.

Messproblematik beim Nearest-to-the-Pin
Wie oben erwähnt, führt das Abmessen des Nearest-to-the-Pin mittels Bandmass zur Disqualifikation (nach Regel 14-3 darf der Spieler keinerlei Hilfsmittel zum Abschätzen oder Messen von Distanzen verwenden, also auch kein Metermass beim Nearest-to-the-Pin – weder vor, noch nach dem Schlag). Dies führte in vielen Golfclubs zur Einführung einer alternativen Messmethode des Nearest-to-the-Pin mittels Faden und Schere. Durch Erlassen der neuen Platzregel, könnte nun diese Messproblematik ein für alle Mal gelöst werden.

Tradition und Sportlichkeit
Bleibt die Frage, ob GPS die Tradition des Golfsports untergräbt. Dies ist weitgehend eine Philosophie-Frage. Wer gegen GPS ist, sollte sich konsequenterweise gegen sämtliche Distanzangaben auf dem Platz einsetzen. Denn GPS liefert keinerlei Angaben, welche nicht auch durch Birdiebücher und Abschreiten von Sprinklerdeckeln ermittelt werden können – bloss genauer und schneller, da sie in digitaler Form direkt auf dem Gerät angezeigt werden.

Fazit
GPS wird sich in erster Linie auf eines auswirken – den Spielfluss. Dank genauer Distanzangabe durch GPS wird der Spieler nicht mehr unentschlossen bei seinem Ball auf und ab gehen, sondern sich viel schneller für seinen nächsten Schlag bereitmachen. Daneben wird GPS auch den Spielspass erhöhen, denn dank seiner Gewissheit über die Distanz wird der Spieler entschlossener schlagen – und entschlossene Schläge sind erfahrungsgemäss auch bessere Schläge.

Ich wage zu behaupten, dass in wenigen Jahren GPS-Geräte auf unseren Golfplätzen eine absolute Selbstverständlichkeit sein werden – genau so, wie dies heute in anderen Ländern bereits der Fall ist. Wer einmal die Vorzüge und den Spielkomfort von GPS kennen gelernt hat, möchte nicht mehr darauf verzichten.

Sportliche Grüsse

Yves Cédric Ton-That

   
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